Kirchengemeinde St. Laurentii


 Die Kirche

Die lange Geschichte der St. Laurentii-Kirche reicht weit zurück, ins Mittelalter. Die Reste der ersten romanischen Kirche, die Aussenwände aus schwerem Findlingsgranit, sind noch heute an der Aussenwand zu sehen. Rechts im Bild ist ein Ausschnitt der Nordseite des Langhauses zu sehen, mit dem Bogen des ursprünglichen Eingangs und einem zugemauertem romanischen Fensterbogen. Das zweite Fenster daneben stammt aus der Frühgotik. Die ursprüngliche Kirche hatte eine flache Balkendecke, und vermutlich im Osten einen quadratischen Chor und eine halbkreisförmige Apsis. Mit dieser Bauweise reiht sich die Kirche in die Gruppe der romanisch-jütischen Granitquaderkirchen ein. Wahrscheinlich nur wenige Jahre nach der Fertigstellung erfolgte eine umfangreiche Erweiterung mit Backsteinen im zweiten Viertel des 13. Jahrhunderts, die Westerweiterung mit zwei neuen Eingängen sowie der neue große Chor und die Apsis. Das Norderquerhaus wurde am Ostende des Langhauses angebaut, vermutlich angeregt durch die Querschiffe der St. Johanniskirche in Nieblum. Die Bögen der Fenster sind in frühgotischer Bauweise zugespitzt.

Mit der letzten großen Bauperiode im 15. Jahrhundert wurde der mächtige Turm errichtet, vermutlich wiederum nach dem Vorbild der Nieblumer Kirche, die ihren Turm allerdings schon im 13. Jahrhundert bekam. Ausserdem bekam die Kirche spätgotische Gewölbe im Langschiff. Im 17. und 18. Jahrhundert wurden die Fenster nach Süden vergrößert, um mehr Tageslicht für veränderte Gottesdienstgewohnheiten zu erhalten. Später wurden von aussen schwere Stützpfeiler eingefügt (Bild rechts, Erneuerung der Stützpfeiler in den 1960er Jahren). Durch den Ausbau der Kirche mit Gewölben war dies notwendig geworden. Die bisherige flache Balkendecke mußte weichen; die Balken die bis dahin als Zuganker gedient hatten wurden gekappt. Dadurch verloren die Außenmauern ihren oberen Halt und neigten sich nach außen.

Wegen der starken Belastung durch Stürme und salzhaltigen Schlagregens musste die ursprüngliche Aussenhaut mehrmals (1771 und 1964) erneuert werden. Dabei bekam der Turm andere Schallöffnungen.

Im Jahr 1999 veränderte sich das Erscheinungsbild der Kirche noch einmal deutlich, als zwei Mobilfunkanbieter eine Antenne auf dem Kirchturm installierten. Damals erhielt die Spitze eine vergoldete Wetterfahne mit einer Segelschiffdarstellung nach einem Entwurf von Reinhard Bordel, in deren Schaft sich die Antenne befindet.




Granitsteinmauer an der Nordseite


Erneuerung der Stützpfeiler in den 1960er Jahren

Kirchenführung

Vorab können Sie schon hier im Internet eine kleine Kirchenführung machen. Klicken Sie einfach auf die Erklärungen in der Karte um mehr Informationen zu erhalten.

Weitaus mehr erfahren Sie bei einerKirchenführung mit Pastor Jeß (s. Aushang an der Kirche).

Die Sehenswürdigkeiten im Einzelnen:

barocke Taufe, Orgel, Kirchenraum, Gewölbe, Taufstein, Kanzel, Kronleuchter, Apsis, Altar, Schiff

   

Ev. - luth. Kirchengemeinde St.Laurentii, Süderende auf Föhr

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