Kirchengemeinde St. Laurentii


 Pelikanstele, Ehrenmal für Eltern und Großeltern (Inschrift hinten)

Inschrift vorne

Inschrift:

Sanguine Suo Hos Fovet Omnes. Ehrenmal dem Andenken meiner hochgeliebten Eltern
Marcus Jacobs geboren 1721 den 16 Sept. gestorben 1766 den 24 Dec Kerrin Marcussen geb. 1728 d 25 Nov, gest. 1809 d. 3 Oct. und meiner verehrungswürdigen Großeltern
Jacob Marcussen geb. d. 10 Aug. 1689 gest. 14 Sept. 1764
Elen Jacob Marcussen geb. d. 9 Oct. 1690 gest. d. 26 May 1762 errichtet aus kindlicher Liebe und Ehrerbietung gegen dieselben von ihrem Sohn und Enkel Jacob Markussen
1824 Wiedersehn! O mit Entzücken Laßt uns auf zum Himmel bücken Zu der Frommen Vaterland Liebe, die wir hier beweinen Gott wird wieder uns vereinen Durch ein unzertrennlich Band




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Erläuterung

Auf der Rückseite dieser Stele gedenkt Jacob Markussen aus "kindlicher Liebe und Ehrerbietung" seiner Eltern und Großeltern. Als er diese alte Stele abschleifen und von Hay Jepken neu beschriften ließ, blieb das kunstvolle Relief im Oberteil als Hinweis auf die aufopfernde Liebe seiner Vorfahren erhalten.
Das Kreisfeld zeigt den Pelikan und fünf Junge im Nest, rechts Sonnenblume und Knospe, oben Krone und Palmenzweige. Die untere Hälfte des Kreises umschließt eine Zeile in erhabenen Versalien: "SANGUINE SUO HOS FOVET OMNES" (Mit seinem Blut ernährt er sie alle). Zugleich ist der Pelikan ein altes Symbol für Christus, der sich für das Leben der Welt hingibt. Der Stein ist ursprünglich wohl für eine bei der Geburt des ersten Kindes verstorbene Mutter gearbeitet worden. Die Darstellung der Sonnenblume mit der Knospe deutet darauf hin, dass auch das Kind bei der Geburt verstarb. Der Pelikan steht hier für die mütterliche Liebe, Krone und Palmenzweig für die Seligkeit.

   

Ev. - luth. Kirchengemeinde St.Laurentii, Süderende auf Föhr